Für ein gutes Zusammenleben

Willkommen im Kiezcontainer!

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Im Herbst 2019 startet ein Pilotprojekt in der Wohnsiedlung rund um die Anna-Ebermann-Straße in Berlin-Hohenschönhausen.

Projektbeschreibung

Warum dieses Projekt?

Wie fördert man als Eigentümer ein gutes Zusammenleben unter den Mietern einer Wohnsiedlung in einer Zeit, in der die Stadt wächst und Menschen unterschiedlichster Herkunft nach Berlin kommen? Verschiedene Lebensrhythmen, Weltanschauungen, Empfindlichkeiten gegenüber Lärm und Dreck, unterschiedliche Umgangsformen, Religionen und Normen existieren plötzlich nebeneinander. Sie verursachen Konflikte und Stress aber auch Kosten. „Können diese Hürden überwunden werden?“, fragt sich die HOWOGE seit einiger Zeit.

Die kommunale Wohnungsbaugesellschaft hat sich die Siedlung rund um die Anna-Ebermann-Straße als Standort für das Pilotprojekt KIEZCONTAINER ausgesucht, weil das 3.000-Einwohner-Wohngebiet gerade eine sehr schnelle Veränderung seiner Bewohnerschaft durchlebt und ein gutes Beispiel für die sich im Gesamtbestand vollziehenden Veränderungen darstellt.

Mit Hilfe von den „Containerjungs“ Frank Bourgett und Gilles Duhem, zwei erfahrenen Experten des Zusammenlebens einer vielfältigen Bewohnerschaft auf engstem Raum, die über 15 Jahre in Berlin-Neukölln gearbeitet haben, möchte die HOWOGE vor Ort die Herausforderungen offen benennen und analysieren. Aber vor allem sollen innovative Lösungen ausprobiert und umgesetzt werden, die einen beispielhaften Charakter für den gesamten Wohnungsbestand der HOWOGE haben können.


Das Projekt KIEZCONTAINER hat drei Hauptschwerpunkte:

Vorhandenes unterstützen und stärken

Vor dem Projektbeginn haben Bewohner sowie örtliche Institutionen (Stadtteilzentrum, Kindergarten, Mieterbeirat, HOWOGE etc.) seit Jahren für die Lebensqualität in der Siedlung rund um die Anna- Ebermann-Straße gearbeitet. Mit ihrem Fachwissen, ihren Kontakten und ihrem neuen Blick auf die Situation vor Ort sollen die „Containerjungs“ sie unterstützen. Sie bieten sich als Dienstleiter für den Kiez und seine Bewohner an, auf die auf Wunsch zurückgegriffen werden kann, um Veranstaltungen zu organisieren, Konflikte zu moderieren, Koordinierungsrollen zu übernehmen, zu vernetzen, Kommunikation und Bildung zu fördern oder Finanzierungen für Kiezprojekte zu suchen.

Neues entwickeln und umsetzen

Bei vielen Problemen muss man lange dran bleiben, bis sie gelöst sind. Im Kiez ist Wissen vorhanden und viele Menschen wollen sich am lokalen Leben beteiligen. Die „Containerjungs“ sind da, um Probleme zu benennen, Menschen und Institutionen, die zur Lösung beitragen sollen, zusammenzubringen, die erwünschten „Netzwerke“ aufzubauen und zu pflegen. In den Bereichen Lebensqualität, Konfliktminimierung, Bildung und Kultur soll auch Neues ausprobiert werden. Die Siedlung rund um die Anna-Ebermann-Straße übernimmt die Funktion einer spannenden und innovativen Kiezwerkstatt.

Inspiration, Verstärkung und Wissen anbieten

Für die HOWOGE ist der KIEZCONTAINER ein Pilotprojekt, das dazu dienen soll, bei Themen, die im Bestand der Wohnungsbaugesellschaft brandaktuell sind, neue Herangehensweisen zu testen, Erkenntnisse zu gewinnen und einen Erfahrungsschatz zu sammeln. Was sich als erfolgreich erweist, soll woanders ausprobiert werden. Regelmäßige Begegnungen mit Menschen und Institutionen, die mit ähnlichen Fragestellungen zu tun haben, werden deshalb von den „Containerjungs“ für die HOWOGE maßgeschneidert organisiert. Ganz konkret und praxisnah, ohne Tabuthemen.